Scheinkognat

Sprache

Englisch

84 Einträge · ISO 639-3: eng · Glottolog: stan1293

  • Koptisch Bohairisch
    ⲙⲉⲧⲥⲏⲓⲛⲓ metsēini Arzttum, Heilkunde Abstraktpräfix ⲙⲉⲧ- (sahid. ⲙⲛⲧ-) + ⲥⲏⲓⲛⲓ "Arzt", zu ägypt. swnw "Arzt"
  • medicine Medizin, Heilkunde über afrz. medecine aus lat. medicīna (ars) zu medicus "Arzt", zu uidg. *med- "ermessen, Maß nehmen"

Die Ähnlichkeit steckt nicht nur im Anklang, sondern auch in der Bildung: beide Wörter sind Ableitungen vom jeweiligen Wort für "Arzt" und bezeichnen dessen Kunst. Nur ist das koptische met- ein einheimisches Abstraktpräfix, während das lateinische -īna ein Zugehörigkeitssuffix ist — der Gleichklang von ⲙⲉⲧⲥ- und med- ist Zufall.

Achtung — kein echter Scheinkognat: das Element brow ist mit pers. abrū tatsächlich urverwandt (PIE *bʰruH- ‚Braue‘, vgl. gr. ophrys, skt. bhrū-). Nur die Ähnlichkeit zum ganzen Kompositum eye-brow ist zufällig.

  • Lyle Campbell, Historical Linguistics: An Introduction, 3rd edition, p. 350
  • Lyle Campbell, Historical Linguistics: An Introduction, 3rd edition, p. 350

Tai-Kadai gegen germanisch (PIE *péh₂ur) — zufällige Ähnlichkeit.

  • Lyle Campbell, Historical Linguistics: An Introduction, 3rd edition, p. 350
  • Lyle Campbell, Historical Linguistics: An Introduction, 3rd edition, p. 350
  • Lyle Campbell, Historical Linguistics: An Introduction, 3rd edition, p. 350
  • Lyle Campbell, Historical Linguistics: An Introduction, 3rd edition, p. 350
  • Lyle Campbell, Historical Linguistics: An Introduction, 3rd edition, p. 350

Das Paar Persisch/Englisch ist ein bekanntes Handbuch-Beispiel für zufällige Ähnlichkeit.

  • Lyle Campbell, Historical Linguistics: An Introduction, 3rd edition, p. 350

Leider Lehnwort — كُوب ist schon im Qurʾān belegt.

Parallele Diminutivbildungen: cut-let (Diminutiv zu cut) und Schnitz-el (Diminutiv zu Schnitz). Aber das englische cutlet kommt vom französischen côtelette < altfranzösisch coste < lateinisch costa — die Diminutivendung ist nicht parallel, sondern fällt nur zufällig zusammen.

Die ganze Kette ist etymologisch verbunden (alle aus lat. discus), aber Disko und Tisch wirken bei oberflächlicher Betrachtung wie unabhängige Bildungen.

Im Englischen slot vs. lock, im Deutschen Schloss vs. Loch — die gleichlautende Opposition wiederholt sich in beiden Sprachen mit vertauschten Bedeutungen (etwa: das, was offen ist, vs. das, was verschließt).

Im Englischen slot vs. lock, im Deutschen Schloss vs. Loch — die gleichlautende Opposition wiederholt sich in beiden Sprachen mit vertauschten Bedeutungen (etwa: das, was offen ist, vs. das, was verschließt).